Segeln auf Korfu

Von Korfu nach Sivota, Laka, Gaios, Lefkada, Plataria und zurück zur Marina Gouvia

Nach doch sehr großer Vorfreude auf den Trip auf dem Meer, war es dann endlich soweit. Die Anreise nach Korfu – zunächst Insel, dann Stadt – konnte beginnen.

Die gestrichene Flugverbindung zu der von uns gebuchten Zeit von München nach Korfu 6 Wochen vor unserem Urlaub konnten wir kurzfristig kompensieren. Nach Recherche haben wir eine Zugverbindung nach Stuttgart, Hotelaufenthalt und dann den Flug nachgebucht. Danke Eurowings…

Wir hatten aber Glück, da durch Stimmung und Vorfreude das Ganze gut auszuhalten war. 🙂

Etwas zerknittert aber zufrieden sind wir schließlich in Korfu angekommen – unser Flug startete um 6 Uhr. Verlässlich und freundlich hat uns der Taxitransfer der Marina abgeholt und sicher zum Vercharterer Pelagos gebracht. Vor der Übergabe mussten wir noch einige Zeit im Cafe verbringen, was aber angesichts des Cafés in der Marina kein Problem darstellte. Nach der Übergabe gegen 17 Uhr sind wir dann lediglich noch für ein paar Testmanöver und zum Baden rausgefahren. Am nächsten Morgen ging es dann tatsächlich richtig los.

Blick auf Korfu Stadt
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Erste Station Sivota. Schönes kleines Dörflein, bei dem wir direkt am Stadthafen anlegen konnten. Keine 10m vom Boot, gleich gegenüber haben wir dann auch gleich unsere Heimat gefunden. Essen, Trinken und freundliche Bedienung. Ließ sich sehr gut aushalten. Das verlorene erste Fussballspiel Deutschlands gegen Mexiko bei der WM in Russland konnten wir dann auch verschmerzen. Mussten allerdings bis um 4 Uhr um die Häuser ziehen. Diese Kneipen machen einfach nicht zu… 🙂

Von Sivota nach Laka war nahezu kein Wind. Nach kurzem Austesten und dieser Erkenntnis sind wir schließlich dann nach Laka auf Paxos mit dem Motor gefahren. Tolle Bucht. Zwar viele Boote, aber wunderschönes Dörfchen. Wir konnten leider nicht direkt am Hafen anlegen, sondern mussten mit dem Dingi hinüberfahren. Der Charme des Dorfes entsprach aber genau den Klischees, die man gemeinhin so im Kopf hat.
Unseren Trip weiter nach Gaios gestalteten wir so, dass wir zunächst in einer Bucht auf  Antipaxos halt machten. Glasklares Wasser und keine Boote. Wir sind natürlich auch etwas abseits gelegen. Die Möwen und die Geräuschkulisse ließen ein Gefühl von Naturschutzpark aufkommen. Spätnachmittags ging es dann nach Gaios. Zu spät darf man da nicht kommen, da der Hafen doch sehr voll ist. Das Flair und die Präsentation des Dörfchens entsprachen aber genau den Erwartungen, welche sich bereits die Tage zuvor aufgebaut hatten. Klasse. 🙂
Von Gaios ging es mit einem längeren Schlag von ca. 30nm nach Lefkas, über einen kurzen Abstecher in die Lagune vor Preveza. Schönes warmes Wasser, kein Seegang und kein anderes Boot. Einfach mitten im Wasser geankert. Nach Lefkada selbst muss man dann durch einen kleinen Kanal fahren, dessen Brücke jede Stunde geöffnet wird. Bei bestem Wetter und guter Laune alles kein Problem. Die bisherigen Tage waren zwar mangels Wind allesamt von Motorbootfahren geprägt, das tat aber unserer Stimmung keinen Abbruch.
Unsere Restzeit wurde kürzer. Den Trip nach Lefkada mussten wir ja auch wieder zurückfahren. Heißt, dass wir den Tag über, wieder bei Null-Wind, mit Motor gut 40 Seemeilen fahren mussten. Bei durchgehender Bewölkung, aber angenehmer Temperatur kamen wir schließlich nach Plataria. Ein verschlafenes kleines Dörfchen. Nix los. Highlight im Ort ist für uns das Fischlokal Olga gewesen. Die legendäre Fischplatte kann man für 2 Personen bestellen und zu viert Essen…
An unserem letzten Segeltag hatten wir endlich ein wenig Wind. Von Plataria ging es zunächst in eine schöne Bucht, in der wir den Nachmittag verbrachten. Sommer, Sonne, Bier und gute Laune. Geht auch schlimmer. 🙂
Mit einer 3-Stunden Fahrt kamen wir dann schließlich wieder in unserem Heimathafen an. Aus die Maus. 🙁
Den letzten Tag verbrachten wir dann noch mit Übergabe und danach halb in der Marina und halb in Korfu. Ein früherer Flug(unserer ging um kurz nach 10) wäre zwar gut gewesen, aber so hatten wir noch einen Tag zum Erholen von den Segelstrapazen. War bestimmt nicht das letzte Mal…

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